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01 / 11 / 2013

21. Berlin Match Race: Jeder segelt gegen Jeden; Hamburger Felix Oehme mit drei Siegen in sechs Rennen im Mittelfeld

Berlin, den 01. November 2013: Alle zehn Mannschaften sind heute beim 21. Berlin Match Race, organisiert vom Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW), in den Wettkampf eingestiegen. Insgesamt 27 Matches sind gesegelt. 30 Top-Segler messen sich bis Sonntag im Grade 2 Event um wichtige Weltranglistenpunkte. Derzeit ist der Däne Nicolai Sehested mit fünf Siegen in sechs Rennen der Beste. Das Berlin Match Race ist die älteste Match Race Veranstaltung Deutschlands. Besucher können morgen und Sonntag auf dem Zuschauerschiff „Spreediamant“ das Renngeschehen hautnah beobachten. Der Eintritt ist frei.

„Alles hängt ab von der Startphase – das ist der emotionalste, spannendste und intensivste Moment beim Match Race“, sagte der Hamburger Felix Oehme – der einzige deutsche Skipper im Feld der Berlin Match Race Teams. Erleben konnten die Zuschauer das heute ganze 27 Mal – so viele Matches gab es nämlich. Oehme, der eigentlich Hochseesegler ist, gewann 2009 das Portimao Global Ocean Race: ein Rennen rund um die Welt. „Match Race und das Offshoresegeln sind tatsächlich sehr gegensätzlich. Aber der Start ist bei beiden entscheidend. Beim Match Race ist die Hälfte des Rennens mit dem Start oft auch schon entschieden. Allerdings wird beim Matchen in Sekunden und Minuten gerechnet. Beim Offshoresegeln sind es eher Tage und Monate“, lächelte Oehme. So oder so, der Hamburger kann ganz vorne mitmischen. Die Hälfte seiner Rennen konnte er mit seinem Team Felix von Meyerinck und Florian Weser für sich entscheiden. Ein richtiges Ausrufezeichen setzte der Däne Nicolai Sehested mit seinem Team – fünf seiner sechs Matches gewann er. „Wir haben mit so vielen Siegen einen guten Start in die Regatta gehabt, aber es immer noch ein langer Weg. Wir haben unsere Starts gewonnen und dann die Gegner kontrolliert. Morgen soll der Wind zunehmen – auf diesem See kann alles passieren. Also: Neues Spiel neues Glück“, sagte Sehested.

Titelverteidiger Swinton aus Australien siegte in vier von sechs Rennen. Einen rabenschwarzen Tag erwischte der junge Brite, Mark Lees. Er verlor alle seiner insgesamt sechs Rennen. Morgen werden noch neun weitere Matches in der Round Robin – einer Art Vorrunde – gesegelt. Außerdem gibt es die Entscheidungen um die Plätze fünf bis zehn in weiteren neun Rennen. Gesegelt wird auf den Booten der B/one. Am Sonntag folgen dann die Halbfinale und das große und kleine Finale.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Segeltag – wir haben alle Rennen durch bekommen, die wir uns vorgenommen haben. Der Wind hielt sich konstant zwischen zehn und 12 Knoten und wir hatten sogar wenige Winddreher – für Wannsee-Verhältnisse“, sagte Wettfahrtleiter Mark Bayer.
 
Besucher können von morgen an auch an Bord gehen – nämlich auf das Zuschauerschiff „Spreediamant“ von der Reederei Riegel. Kommentiert werden die Rennen vom ZDF Moderator und Segelexperten Nils Kaben – direkt vom Zuschauerschiff aus. Die „Spreediamant“ legt jeweils Samstag und Sonntag um 10 Uhr ab. Alle zwei Stunden ist sie wieder im Hafen – dann können neue Gäste an Bord gehen. Der Eintritt ist frei. Die Rennen beginnen täglich um 10 Uhr und enden, je nach Wetter, um 17 Uhr. Am Sonntag ist die Siegerehrung für 16 Uhr geplant.

Unterstützt wird das 21. Berlin Match Race von der Audi AG und der Audi Berlin GmbH, der Berliner Volksbank, Wempe Berlin Kurfürstendamm, dem Bekleidungspartner Marinepool und Bacardi.

Presseboote stehen zur Verfügung.