Home / Berichte

31 / 10 / 2013

21. Berlin Match Race: Teams beschnuppern Boot und Gegner – heute freies Training, morgen erster Start

Berlin, den 31. Oktober 2013: Am Wannsee steigt die Spannung. Morgen beginnt das 21. Berlin Match Race, organisiert vom Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW). Heute konnten die insgesamt zehn Mannschaften schon mal die Boote der Klasse B/One kennenlernen und ihre Manöver trainieren. Von morgen an müssen sie perfekt sitzen – dann wird’s für die 30 Segler ernst.

Das Berlin Match Race ist die älteste Match Race Veranstaltung Deutschlands. Besucher können auf dem Zuschauerschiff „Spreediamant“ Sonnabend und Sonntag hautnah das Renngeschehen beobachten. Der Eintritt ist frei.

Einige der Topsegler des 21. Berlin Match Race, wie beispielsweise Mathieu Richard, haben das Boot der Klasse B/One des Herstellers Bavaria noch nie gesegelt. Auf dem Wannsee müssen sie es trotzdem perfekt beherrschen. Im Match Race ist es üblich, dass die Boote vom Veranstalter gestellt werden. Die Segler reisen an, steigen auf und müssen ihr Talent und ihr Können im wohl härtesten Rennformat – Boot gegen Boot – unter Beweis stellen. Klar, dass heute schon jede Minute des freien Trainings ausgekostet wurde. Die Generalprobe bestanden aber nicht alle: „Das Boot zu segeln ist kompliziert, eine echte Herausforderung – bei uns hakt und klemmt es noch“, erklärte Eric Monnin aus der Schweiz. Die Dänischen Teams dagegen sind begeistert: „Hat Spaß gemacht – wir freuen uns auf morgen“.

Und diese Topteams treffen in diesem Jahr beim Grade-Two-Event aufeinander: Keith Swinton aus Australien ist momentan – nach der aktuellen Weltrangliste – der beste im Teilnehmerfeld – dort steht er nämlich auf Platz 4. Zweiter ist der Däne Nicolai Sehested (6.) – er hat beim letzten Match Race Event in Genua den Franzosen Mathieu Richard auf Platz 7 der Weltrangliste verwiesen. Während Swinton nach 2011 als Titelverteidiger angereist ist, fehlt dem ehemaligen Weltranglisten-Ersten Richard (2007 bis 2009) noch ein Sieg des Berlin Match Race. Leicht wird es aber für beide nicht. Ebenso unter den Top 10 der Weltrangliste befindet sich Staffan Lindberg aus Finnland (9.) – er ist der „alte Hase“ des Teilnehmerfeldes. Nach sechs Teilnahmen kennt er Revier und Event. Mit Przemek Tarnacki (POL) (11.), Joachim Aschenbrenner (DEN) (13.) und Eric Monnin (SUI) (15.) befinden sich drei weitere Teams unter den Top 20 der Weltrangliste. Philipp Lees (GBR) (26.) ist einer der jungen Wilden – stets hungrig und mit viel Biss auf Titeljagd. Erst in diesem Jahr ist er Vize-Junioren-Europameister geworden. Der Hamburger Felix Öhme(50.) vom NRV Matchrace Team gehört vielleicht zu den aktivsten Matchracern des Feldes, wöchentlich trainiert das Team auf der Alster. Der NamePhilipp Bendon (IRL) ist im Segelsport noch kein Begriff. In der Weltrangliste hat er aber gerade einen Riesensprung gemacht: von Rang 101 hat er fast die Hälfte der Plätz wettgemacht und hält sich momentan auf Rang 57. Für alle Segler geht es beim 21. Berlin Match Race um wichtige Punkte für die Weltrangliste.

Heute Abend werden alle Teams im großen Saal des Verein Seglerhaus am Wannsee vorgestellt. „Ein bisschen ist das wie beim Boxen, wenn die Konkurrenten sich beim Wiegen erstmals gegenüber stehen – das erste Aufeinandertreffen ist ein besonderer Moment“, sagt Frank Butzmann, Geschäftsführer des VSaW.

Morgen um 10 Uhr wird das erste Startsignal zur sogenannten „Round Robin“ ertönen. Die zehn Teams segeln dann in zwei Gruppen jeder gegen jeden – ähnlich wie bei anderen großen Turnieren beispielsweise im Fußball. Danach kommen Viertel- und Halbfinale und Finale.

Besucher können auch an Bord gehen – nämlich auf das Zuschauerschiff „Spreediamant“ von der Reederei Riegel. So kommen sie ganz nah ans Geschehen. Kommentiert werden die Rennen von den ZDF Moderatoren und Segelexperten Nils Kaben und Alexander Ruda – direkt vom Zuschauerschiff aus. Aber auch an Land im Hafen sind sie zu hören. Das Zuschauerschiff legt jeweils Samstag und Sonntag um 10 Uhr ab. Alle zwei Stunden ist es wieder im Hafen – dann können neue Gäste an Bord gehen. Der Eintritt ist frei. Die Rennen beginnen täglich um 10 Uhr und enden, je nach Wetter, um 17 Uhr. Am Sonntag ist die Siegerehrung für 16 Uhr geplant.

Unterstützt wird das 21. Berlin Match Race von der Audi AG und der Audi Berlin GmbH, der Berliner Volksbank, Wempe Berlin Kurfürstendamm, dem Bekleidungspartner Marinepool und Bacardi.

Presseboote stehen zur Verfügung.